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19.09.2019 - 50 Jahre Urologie in Gießen

Tagungswoche vom 23. bis 27. September beschäftigt sich mit der Andrologischen und Urologischen Forschung

Mit gleich drei Tagungen steht die letzte Septemberwoche am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ganz im Zeichen der andrologischen und urologischen Forschung. Seit vielen Jahren beschäftigen sich hier Arbeitsgruppen in den Grundlagendisziplinen und in der Klinik mit der Erforschung der komplexen und vielfältigen Ursachen männlicher Fertilitätsstörungen. Bereits zum sechsten Mal findet der internationale Workshop „Molecular Andrology“ in Gießen statt, der vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie des Universitätsklinikum Gießen gemeinsam mit dem Hessischen Zentrum für Reproduktionsmedizin (HZRM) der JLU ausgerichtet wird.

 

"Männermedizin" eine interdisziplinäre Herausforderung

Forschungsverbünde wie das HZRM oder die International Research Training Group "Molecular Pathogenesis of Male Reproductive Disorders" der JLU und der Monash University Melbourne in Australien bilden die Basis für die bevorstehenden internationalen andrologischen Tagungen in Gießen. Dabei ist Andrologie, die "Männermedizin", eine interdisziplinäre Herausforderung – sowohl bei der Versorgung des Paares mit unerfülltem Kinderwunsch als auch in Forschungsnetzwerken mit anderen Fachbereichen wie der Veterinärmedizin. Bereits am Montag, 23. September 2019, beginnt die internationale Tagungswoche mit dem Jahrestreffen des Network for Young Researchers in Andrology (NYRA), das am Dienstag, 24. September 2019, nahtlos in den Workshop „Molecular Andrology“ übergeht.

 

Workshop "Molecular Andrology"

Der Workshop „Molecular Andrology“ bringt international führende Expertinnen und Experten mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs in einem möglichst informellen, die Interaktion fördernden Rahmen zusammen. Insgesamt werden über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 27 Ländern zu der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Deutschen Gesellschaft für Andrologie, der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin sowie der Europäischen Akademie für Andrologie geförderten Tagung erwartet. Themen wie die frühe Programmierung und Signalwege der Hoden- und Keimzellentwicklung, aber auch Spermienfunktionen und ihre Störungen stehen ebenso wie Infektionen und Entzündungen als Ursache männlicher Fertilitätsstörungen im Mittelpunkt.

 

Network for Young Researchers in Andrology (NYRA)

Das Network for Young Researchers in Andrology (NYRA) wurde im Jahr 2006 gegründet und verbindet seither Nachwuchswissenschaftlerinnen Nachwuchswissenschaftler in Andrologie und Reproduktionsforschung, um globale Netzwerke aufzubauen sowie die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch von Methoden und Fachwissen zu fördern. Das vielfältige Programm beinhaltet neben einer Postersitzung und 15 ausgewählten mündlichen Präsentationen drei Plenarvorträge namhafter Experten aus dem Bereich der andrologischen Forschung, die Vergabe des "NYRA Young Researcher Awards" sowie einen praktischen Bioinformatik-Workshop.

 

Symposien der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie

Den Abschluss bilden am Donnerstag und Freitag zwei Symposien der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens. Der damalige Lehrstuhl für Urologie wurde im Jahr 1969 mit der Berufung von Prof. Dr. C.F. Rothauge gegründet. Sein Nachfolger wurde im Jahr 1993 Prof. Dr. Wolfgang Weidner, bevor im Jahr 2016 Prof. Dr. Florian Wagenlehner auf die Professur berufen wurde. In diesen fünf Jahrzehnten hat sich die urologische Klinik, die immer das Ziel hatte, das Fach Urologie in seiner gesamten Breite in Patientenversorgung sowie Forschung und Lehre zu vertreten, kontinuierlich und sehr erfolgreich weiterentwickelt. Schon früh haben Schwerpunktbildung und interdisziplinäre Konzepte die Ausrichtung der urologischen Klinik bestimmt.

 

Weitere Informationen

Network for Young Researchers in Andrology (NYRA)

Molecular Andrology

 

Die Identifikation bisher unbekannter Ursachen der Unfruchtbarkeit, die Aufklärung molekularer Mechanismen bekannter Fertilitätsstörungen und die Verbesserung der Erfolgsaussichten einer assistierten Reproduktion bei Mensch und Tier sind die zentralen Ziele der gemeinsamen Forschungsaktivitäten im Campus-Profilbereich „Reproduktionsforschung bei Mensch und Tier“.


Kontakt

"Molecular Andrology":

Dr. Jörg Klug, AG Reproduktionsbiologie

Institut für Anatomie und Zellbiologie

Aulweg 123

35385 Gießen

 

Prof. Dr. Andreas Meinhardt

AG Reproduktionsbiologie

Institut für Anatomie und Zellbiologie

Aulweg 123

35385 Gießen

 

Prof. Dr. Hans-Christian Schuppe

Sektion Andrologie

Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie / Hessisches Zentrum für Reproduktionsmedizin

Gaffkystr. 14

35392 Gießen

 

"NYRA":

Dr. Constanze Maresch

Sektion Molekulare Andrologie

Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie

Biomedizinisches Forschungszentrum Seltersberg

Schubertstraße 81

35385 Giessen

 

"50 Jahre Urologie":

Prof. Dr. Florian Wagenlehner

Klinik und Poliklinik für Urologie, Kinderurologie und Andrologie

Rudolf-Buchheim-Str. 7

35392 Gießen