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Promotionseinstieg kompakt

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1. Promotion ja oder nein?

Es gibt viele Gründe zu promovieren – der Titel, Berufschancen, monetäre Anreize – aber der Hauptgrund sollte idealerweise Ihr Forschungsinteresse und der Spaß an der Wissenschaft sein, denn eine Promotion ist ein langjähriger Prozess der ein hohes Maß an Zeit- und Selbstmanagement, sowie Fach- und Methodenkenntnis verlangt. Wenn Sie noch unschlüssig sind, ob eine Promotion für Sie in Frage kommt, könnten Ihnen folgende Veranstaltungen bei der Entscheidung helfen:  

  • An der Universität Gießen findet einmal jährlich die Veranstaltung „Wege in die Promotion“  statt, organisiert vom Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaft (GGK), dem International Graduate Centre for the Life Sciences (GGL), dem Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften (GGS), dem International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und der Initiative Arbeiterkind.de. An dieser Veranstaltung können alle Interessierten kostenfrei teilnehmen.
  • Die MArburg University Research Academy (MARA) der Universität Marburg bietet einmal jährlich einen Workshop zum Thema „Promovieren ja oder nein?“ an (Hinweis: Studierende, bzw. Absolventinnen und Absolventen der THM können sich als externe Teilnehmer anmelden; in der Promotionsphase können sie Mitglied bei MARA werden, um dann die reduzierten internen Gebühren zu zahlen).
  • Ab Winter 2017 organisiert die Geschäftsstelle des FCMH regelmäßig eine Veranstaltung zu Fragen rund um den Einstieg in die Promotion speziell für Absolventinnen und Absolventen der THM sowie anderer Fachhochschulen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, die eine kooperative Promotion an der Kooperativen Promotionsplattform des FCMH planen.

 

Für eine erste Einschätzung könnte Ihnen auch die Website „Rund um die Promotion“ hilfreich sein.

 

2. Durchschnittliche Promotionsdauer

Gemäß der HIS-/WiNBus-Studie „Promotionen im Fokus“ aus dem Jahr 2015 beträgt die durchschnittliche Dauer von Promotionen in Deutschland 4,5 Jahren; aufgeschlüsselt nach Disziplinen ergibt sich folgende Durchschnittsdauer:

 

Geisteswissenschaften 5,1 Jahre
Erziehungswissenschaften/ Psychologie 4,3 Jahre
Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften 4,6 Jahre
Mathematik/ Naturwissenschaften 4,3 Jahre
Ingenieurswissenschaften 5 Jahre

 

Die tatsächliche Dauer der Promotion variiert im Einzelfall und hängt von der Fachdisziplin, dem Promotionsvorhaben, dem Beschäftigungsverhältnis und der eigenen Lebenssituation ab. In der „Empfehlung zur Doktorandenausbildung" aus dem Jahr 2002 definiert der Wissenschaftsrat drei Jahre als eine adäquate Dauer für die Erstellung einer Dissertation, sofern sich Promovierende in einem Beschäftigungsverhältnis befinden, das es ihnen erlaubt, sich vollständig der Forschungsarbeit zu widmen.

3. Ablauf einer Promotion

Das Betreuungsverhältnis beginnt mit der Annahme als Doktorandin/Doktorand. Ist die schriftliche Dissertation fertiggestellt, wird auf schriftlichen Antrag der Doktorandin/des Doktoranden das Prüfungsverfahren eröffnet. Die Form der Prüfung ist entweder das Rigorosum, also ein mündliches Examen, oder eine Disputation, also ein wissenschaftliches Streitgespräch über die Inhalte der Dissertation. Nach erfolgreichem Abschluss muss die Dissertation veröffentlicht werden. Nach Veröffentlichung ist mit Aushändigung der Promotionsurkunde das Promotionsverfahren abgeschlossen und die ehemalige Doktorandin/der ehemalige Doktorand ist berechtigt, den Doktortitel zu führen. Die Art der Veröffentlichung (kumulativ oder Monographie), die Anzahl der Pflichtexemplare und die Frist zur Veröffentlichung regelt die jeweilige Promotionsordnung.

4. Finanzierung während der Promotion

Grundsätzlich können sich Promovierende während der Promotion entweder durch eine Stelle an der Hochschule, ein Stipendium oder eigenständig (externe Stelle, Ersparnisse, Kredit, etc.) finanziert. Die am Forschungscampus beteiligten Hochschulen stellen Übersichten zu Finanzierungsmöglichkeiten bereit. Ausgeschriebene Promotionsstellen finden Sie über die Stellenmärkte der jeweiligen Hochschulen.

 

Über den FCMH werden acht Promotionsstellen an der THM finanziert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die 

 

  • Technische Hochschule Mittelhessen:

Die THM vergibt Stipendien zur Anschubfinanzierung von Promotionsvorhaben (Förderdauer max. sechs Monate), sowie kurzfristige Promotionsabschlussfinanzierungen (in der Form von Stipendien und wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen; Förderdauer jeweils max. sechs Monate) aus Mitteln des Strategischen Forschungsfonds.

 

  • Philipps-Universität Marburg:

Die Philipps-Universität vergibt jährlich drei Promotionsstipendien, im Wechsel aus den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften und den Lebens- und Naturwissenschaften. Die MArburg University Research Academy (MARA) bietet einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten der Promotion (inkl. Sachbeihilfen, Reisekostenzuschüssen und Promotionstipendien etc.).

 

  • Justus-Liebig-Universität Gießen:

Das Gießener Graduiertenzentrum Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft (GGS) bietet einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten der Promotion (die sich nicht auf diese Fachgebiete beschränken) 

5. Vereinbarkeit von Promotion und Familie

Die drei Partnerhochschulen unter dem Dach des FCMH fördern die Vereinbarkeit von Studium, Promotion bzw. Beruf und Familie. Die Technische Hochschule Mittelhessen und die Justus-Liebig-Universität Gießen tragen das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“, die Philipps-Universität Marburg das Gütesiegel „Familienfreundliche Hochschule“. Alle drei Hochschulen stellen durch ihre Familienservices ein umfangreiches Beratungs- und Informationsangebot bereit:

 

 

  • An der JLU findet regelmäßig eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Familie und Karriere – Nachwuchswissenschaftler*innen im Fokus“ statt, an der auch kooperativ Promovierende der THM teilnehmen können. Für 2017 liegen derzeit noch keine weiteren Informationen vor.

6. Qualifikationskurse während der Promotion

Wenn Sie im Rahmen eines strukturierten Programms promovieren, sind Kurse, z.B. zur Methodenkompetenz, Teil Ihres Promotionsstudiums. Ob ein solcher curricularer Anteil in Ihrem Promotionsverfahren vorgesehen ist, können Sie der für Sie geltenden Promotionsordnung entnehmen. Doch auch im Rahmen einer Individualpromotion können Sie von den Qualifizierungsangeboten der drei beteiligten Hochschulen Gebrauch machen:

 

  • Qualifizierungsangebote für Promovierende der Technischen Hochschule Mittelhessen:

    Allen Promovierenden der THM stehen die Qualifizierungsangebote der THM zur Verfügung, die eine fachliche Qualifizierung in den Arbeitsgruppen sowie eine außerfachlichen Qualifizierung umfasst. Das Zentrum für den wissenschaftlichen Nachwuchs der THM bietet außerfachliche Qualifizierungskurse an, die das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten sowie die berufliche Entwicklung der Promovierenden fördern. Themen sind gute wissenschaftliche Praxis, wissenschaftliches Schreiben, Management, Recht, Soft Skills u.a.

  • Qualifizierungsangebote für Promovierende der Philipps-Universität Marburg:
    Veranstaltungen der fachbereichsübergreifenden MArburg University Research Academy (MARA) stehen Ihnen zur Verfügung, wenn Sie kooperativ an einem Fachbereich der Philipps-Universität promovieren und bei der MARA Mitglied werden. Als Mitglied können Sie zu reduzierten (internen) Kursgebühren an den Veranstaltungen teilnehmen.

  • Qualifizierungsangebote für Promovierende der Justus-Liebig-Universität Gießen:

7. Gute wissenschaftliche Praxis

Die drei Hochschulen des FCMH verschreiben sich der Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis. Zu den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis gehört nicht nur die Vermeidung wissenschaftlichen Fehlverhaltens, die Verpflichtung zur Dokumentation von Forschungsergebnissen oder die Kenntlichmachung von Quellen, sondern auch die Gewährleistung der adäquaten Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

 

Alle drei Hochschulen haben für die Überprüfung wissenschaftlichen Fehlverhaltens eine ständige Kommission eingerichtet, zudem stehen allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der drei Hochschulen jeweils Ombudsstellen zur Verfügung, wenn sie direkt oder indirekt von wissenschaftlichem Fehlverhalten betroffen sind und Schritte dagegen einleiten möchten. Wenn möglich, wird die Ombudsperson auch versuchen zu vermitteln, sofern dadurch die gute wissenschaftliche Praxis wiederhergestellt werden kann.

 

Philipps-Universität Marburg:

Ombudspersonen und Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis

 

Justus-Liebig-Universtität Gießen

Ombudsperson und Satzung guter wissenschaftlicher Praxis

 

Technische Hochschule Mittelhessen:

Ombdusperson und Grundsätze zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis