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04 July 2019 - Success for Marburg Research Focus on Earth and Bio Sciences

Research group in search of global earliest human colonisation of high mountains entering the second phase

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Forschungsgruppe „Mountain Exile Hypothesis“ unter Marburger Federführung. Der Verbund geht der Frage nach, seit wann Menschen Hochgebirge besiedelt und Hochgebirgslandschaften verändert haben. Das Untersuchungsgebiet befindet sich im heutigen Äthiopien, wo die Forscher aufgrund der räumlichen Nähe zum Ursprung menschlichen Lebens, die weltweit früheste Besiedlung von Hochgebirgen vermuten. Das Konsortium wird mit Mitteln in Höhe von mehr als 3 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre gefördert. Davon gehen etwa 2 Millionen Euro an die Philipps-Universität.

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Hochgebirgslandschaften wie die der Bale Mountains in Südäthiopien, gelten als lebensfeindlich, naturnah und spät vom Menschen besiedelt. Die DFG Forschungsgruppe "Mountain Exile Hypothesis" unter Marburger Leitung stellt diese Sichtweise in Frage und untersucht, seit wann die Menschen Hochgebirge besiedelt und Landschaften geprägt haben. Foto: Georg Miehe


Die „Bale Mountains“ sind ein Gebirge im östlichen Afrika, dessen Gipfel eine Höhe bis zu 4.300 Meter erreichen. Auf dem gesamten Kontinent gibt es keine größere, geschlossene alpine Landschaft. „Wegen ihrer Abgeschiedenheit sind die Berge besonders reich an endemischen Arten, also Tiere und Pflanzen, die weltweit nur dort vorkommen“, erläutert der Marburger Biologe Dr. Lars Opgenoorth, der zusammen mit Prof. Dr. Georg Miehe und Prof. Dr. Thomas Nauss einer der drei Sprecher der Forschungsgruppe ist. Diese Vielfalt ist auch der Grund, warum die Bale Mountains, wie viele Hochgebirge weltweit, als quasi natürlich und vom Mensch unbeeinflusst gelten. „Mit unserer Forschung wollen wir untersuchen, ob das Bild der vom Menschen unberührten Natur stimmt, oder ob wir es hier stattdessen mit einer über Jahrtausende vom Menschen mitgeprägten Kulturlandschaft zu tun haben“, erläutert der Marburger Biologe. „Durch unsere Arbeit in Phase I zeichnet sich ab, dass der Mensch in der Tat schon sehr früh die Gebirge besiedelt hat, so dass unser Hauptfokus in Phase II sein wird, was den Menschen in die Gebirge getrieben hat und wie umfangreich bereits frühe Jäger und Sammler mit Hilfe von Feuer die Landschaft geprägt haben.“


Forschungsverbünde der DFG ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Das Vorhaben mit dem Titel „The Mountain Exile Hypothesis: How Humans Benefited from and Re-shaped African High Altitude Ecosystems During Quaternary Climate Changes” führt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Fachbereich Biologie und dem Fachbereich Geographie der Philipps-Universität mit Arbeitsgruppen aus Köln, Bayreuth, Halle, Dresden, Bern, Aberystwyth, Paris und Addis Abeba zusammen. Neben den Verbundsprechern Professor Georg Miehe (Biogeographie), Vizepräsident Prof. Thomas Nauss (Umweltinformatik) und Dr. Lars Opgenoorth (Ökologie) sind noch Prof. Nina Farwig und Dr. Dana Behrens (beide Naturschutz) von der Philipps-Universität beteiligt. Die Forschungsgruppe wurde 2016 von der DFG eingerichtet.

 

Prof. Dr. Thomas Nauss und Prof. Dr. Georg Miehe sind beteiligte Forscher des FCMH Campus Profilbereiches Klima- und Klimafolgenforschung.

 

Contact:

Dr. Lars Opgenoorth

Fachgebiet Ökologie

Tel.: 06421 28-22080


Professor Dr. Thomas Nauss

Fachgebiet Umweltinformatik

Tel.: 06421 28-25980


Professor Dr. Georg Miehe

Fachgebiet Biogeographie

Tel.: 06421 28-24263

 

Further Information

Campus Profile Area Climate and Climate Change Impact Research