Inhaltspezifische Aktionen

MAREB - Resolving the Where and When of Math and Reading in the Human Brain

In diesem Projekt arbeiten Dr. Mareike Grotheer, Nachwuchsgruppenleiterin der Arbeitsgruppe "Educational Neuroscience" im Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg und Mitglied des Center for Mind, Brain and Behavior (CMBB), und Prof. Dr. Daniel Kaiser, Professor für Neuroinformatik am Mathematischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen zusammen.

Sie kombinieren ihre komplementären Expertisen, um zu erforschen, wie Mathe und Lesen im Gehirn von Erwachsenen verarbeitet werden, die diese Fähigkeiten fließend beherrschen.

Warum es sich dabei um wichtige Grundlagenforschung handelt und welchen innovativen methodischen Ansatz die beiden Forschenden dafür verwenden, konnte das Team der Geschäftsstelle des Forschungscampus Mittelhessen im Interview mit Dr. Grotheer für Sie in Erfahrung bringen.

 

 

Dr. Mareike Grotheer im Interview zum Projekt

 

 

Bitte schalten Sie den Ton ein

Sehen Sie das Video auf YouTube

 

Dr. Mareike Grotheer zu Zielen und Methodik des Projekts

 

 

Bitte schalten Sie den Ton ein

Sehen Sie das Video auf YouTube

 

 

Worum geht es in dem Projekt?

Wir möchten verstehen wie Mathe und Lesen im Gehirn von typischen Erwachsenen verarbeitet werden. Das Besondere an unserem Projekt ist es, dass dabei zwei verschiedene Bildgebungsverfahren zusammengeführt werden, nämlich das MRT, welches eine genaue räumlich Auflösung ermöglicht, aber eine schlechte zeitliche und das EEG, welches keine gute räumliche, dafür aber eine genaue zeitliche Verortung ermöglicht.

 

Welche Vorteile bietet dabei die Zusammenarbeit im Verbund?

Wir bündeln dabei unsere methodischen Expertisen in der Arbeit mit MRT und EEG. Ohne die Zusammenarbeit wäre die Umsetzung des Projekts nicht möglich.

 

 

Wie wird das Projekt durchgeführt?

Probanden führen verschiedene Lese- und Rechenaufgaben durch, während sie zuerst an einer EEG- und dann an zwei MRT-Untersuchungen teilnehmen. Die Ergebnisse werden dann zusammengeführt und gemeinsam analysiert.

 

Was erhoffen Sie Neues zu erfahren?

In Bezug auf die Fragstellung erhoffen wir zu erfahren, wie das, was man räumlich an Aktivität im Gehirn sehen kann zeitlich verortet ist; Also wann und wo genau eine erhöhte Aktivität im Gehirn zu finden ist. Insgesamt wollen wir die Methode zur Verknüpfung von MRT und EEG (EEG-MRI Fusion Analysis) etablieren und ausbauen, damit zünftig auch andere Fragestellungen, wie z.B. die Entwicklung von Mathe- und Lesefähigkeiten in der Kindheit damit erforscht werden können.