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Cardio-Pulmonary Institute (CPI)
Weltweit sind Erkrankungen der Lunge und des Herz-Kreislaufsystems die häufigsten Todesursachen. Im Exzellenzcluster Cardio-Pulmonary Institute (CPI) der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), der Goethe-Universität Frankfurt (GUF) und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim wird erforscht, welche molekularbiologischen Prozesse dem Funktionieren dieser Organe und ihrem Versagen bei Erkrankungen zugrunde liegen. Dazu entwickeln die CPI-Forschenden hochschulübergreifend Modellsysteme und kombinieren die Ergebnisse mit Untersuchungsdaten von Patientinnen und Patienten, um neue Therapieansätze zu finden.
Das Cluster wird – zunächst noch unter dem Namen Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System (ECCPS) – seit 2006 durchgehend im Exzellenzwettbewerb von Bund und Ländern gefördert und konnte sich nun erneut durchsetzen. Sprecherinnen des CPI sind die Gießener Lungenforscherin Prof. Dr. Dr. med. Susanne Herold und die Frankfurter Herzforscherin Prof. Dr. Dr. h.c. Stefanie Dimmeler (GUF).
Wir freuen uns außerordentlich über diesen erneuten Erfolg in der Exzellenzstrategie. So wird es uns möglich, neue Therapieansätze für komplexe Herz-Lungenerkrankungen, zum Beispiel nach einer Infektion, zu finden und in die klinische Entwicklung zu bringen. Mit der Fortsetzung der Förderung werden innovative Modellsysteme möglich, die den immer komplexeren Fragestellungen gerecht werden.
Prof. Dr. Dr. med. Susanne Herold, Sprecherin, Justus-Liebig-Universität Gießen
Mit CPI 2.0 stellt sich das Cluster neuen Herausforderungen im Bereich der Herz-Lungenforschung, die mit dem demografischen Wandel und neuen Risikofaktoren und Begleiterkrankungen einhergehen. Unter dem Motto „Präzisionsbiologie treibt Präzisionsmedizin“ werden in sechs Forschungsbereichen, den sogenannten „Discovery Areas“ Herz- und Lungenerkrankungen und ihre molekularen Ursachen erforscht und nach Therapieoptionen gesucht. In CPI 2.0 wird hierfür ein neues Forschungsfeld zur komplexen Dynamik zwischen Herzmuskel, Lungengefäßen und Innervation eröffnet. Weitere übergreifende Themenbereiche verfolgen einen integrativen multidisziplinären Ansatz. Unterstützt werden die Forschungsbereiche durch translationale und technologische Plattformen, die die Vernetzung der Grundlagen- mit der klinischen Forschung auf unterschiedlichen Ebenen, wie der Entwicklung von Krankheitsmodellen, der Datenintegration und klinischen Studien, verbinden.
Prof. Stefanie Dimmeler betont: „Damit kommen wir unserer Vision ein großes Stück näher, die Prognose von Herz- und Lungenerkrankungen mit Hilfe innovativer Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu verbessern oder ihre Entstehung zu verhindern.“
Nicht nur die künftigen medizinischen Herausforderungen in der Herz-Lungenforschung, sondern auch die Ausbildung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von morgen, die sich diesen Herausforderungen stellen müssen, stehen im Mittelpunkt des CPI 2.0. Ein fokussiertes und nachhaltiges Nachwuchsprogramm wird die kommende Generation auf diese Aufgaben vorbereiten.

- Sprecherinnen: Prof. Dr. Dr. med. Susanne Herold (JLU) und Prof. Dr. Dr. h.c. Stefanie Dimmeler (Goethe-Universität Frankfurt).
- Beteiligte Institutionen: Justus-Liebig-Universität Gießen, Goethe-Universität Frankfurt, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung Bad Nauheim
- Forschungsschwerpunkt: Molekulare Mechanismen von Herz- und Lungenerkrankungen und die Entwicklung neuer Therapieansätze durch interdisziplinäre Modellsysteme und translationale Forschung.