Einblicke in Arbeit der Kompetenzzentren der THM

Interdisziplinärer Austausch zu Themen von Energie bis Wirtschaft beim 4. Forum Kompetenzzentren der THM.

Prof. Dr. Jens Klose stellt die Arbeit des Kompetenzzentrums für Wirtschaft und Management Science (WuMS) vor. Bildnachweis: THM.

Woran forschen die Kompetenzzentren der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM)? Und wie gelingt die interdisziplinäre Zusammenarbeit? Antworten lieferte das 4. Forum Kompetenzzentren. Es bot Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und die Arbeit der Zentren - von nachhaltiger Energieversorgung bis zu Wirtschaftsanalysen.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Jens Klose mit der Vorstellung des Kompetenzzentrums für Wirtschaft und Management Science (WuMS). WuMS bündelt fachbereichsübergreifend die Expertise aus den Fachbereichen Wirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Management und Kommunikation. Ziel ist es, Lösungen für zentrale Herausforderungen des wirtschaftlichen Wandels zu entwickeln, insbesondere in Hinblick auf Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Geschäftsmodelle, quantitative Wirtschaftsanalyse, digitale Transformation, internationale Wirtschaft sowie Existenzgründungen und Start-ups.

Mit einem anschaulichen Projekt aus der Forschung verdeutlichte Prof. Klose beispielhaft den Einfluss von Kommunikation auf Finanzmärkte: „Analysen zeigen, dass eine positive Wortwahl von Zentralbankern tendenziell zu steigenden Aktienkurse führen kann – wobei neben dem gesprochenen Wort auch Mimik und Gestik eine Rolle spielen.“ Prof. Dr. Christoph Gallus stellte im Anschluss das LOEWE-Exploration-Projekt „Superkorrelation als kausaler Indikator für Kapitalverwendung“ vor: Aufbauend auf den Bell-Tests aus der Quantenphysik, die 2022 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, untersucht das Projekt, ob sich nachhaltige Investments eindeutig von nur vermeintlich nachhaltigen unterscheiden lassen.

Das Kompetenzzentrum für Energietechnik und Energiemanagement (etem.THM) wurde vom Kompetenzzentrumsmanager Simon Konradi vorgestellt. Angesichts der Endlichkeit fossiler Ressourcen und der Herausforderungen durch Emissionen ist die Energietechnik ein zentraler Forschungsschwerpunkt der THM. Das Zentrum wurde 2013 gegründet und vereint Kompetenzen aus mehreren Fachbereichen.

Die Arbeit des Zentrums umfasst die gesamte Bandbreite der Energiewandlung, -verteilung und -anwendung – sowohl für fossile als auch alternative Energiesysteme. Eines der Leuchtturmprojekte stellte Dr. Felix Holy mit dem „Flexquartier“ vor. Auf einer rund 7,5 Hektar großen Fläche in Gießen entsteht ein modernes Energieeffizienzquartier. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern entwickelt die THM ein innovatives Hybridspeichersystem mit intelligenter Sektorkopplung, das Strom, Wärme und Elektromobilität vernetzt. Überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen wird so flexibel gespeichert und genutzt.

„Das Forum Kompetenzzentren hat erneut aufgezeigt, dass die THM an den Herausforderungen unserer Zeit arbeitet und innovative Ideen in anwendungsnahe Lösungen überführt“, betonte Moderatorin Dr. Ann-Kathrin Beretz vom Referat Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs abschließend.


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