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Forschungsprojekt der JLU erarbeitet praxisnahe Empfehlungen für die Haltung von Lamas und Alpakas
Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat im Rahmen eines vom Bund geförderten Forschungsprojekts praxisnahe, wissenschaftlich fundierte Leitlinien zur Haltung von Lamas und Alpakas entwickelt, die Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie Fachleuten als Orientierung dienen und künftig von der Nationalen Fachstelle für Neuweltkamele fortlaufend aktualisiert werden.

JLU-Forschende haben Leitlinien für die Haltung von Alpakas (die kleineren Tiere im Bild) und Lamas vorgelegt. Bildnachweis: Lisa Ulrich.
Veterinärmedizinerinnen und Veterinärmediziner der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) haben Leitlinien zur Haltung von Lamas und Alpakas vorgelegt. Die Empfehlungen basieren auf wissenschaftlicher Recherche zu den sogenannten Neuweltkamelen sowie praktischen Erfahrungen und sollen in erster Linie Tierhalterinnen und Tierhaltern eine Orientierungshilfe bieten. Zugleich bieten sie eine Hilfestellung bei der Beurteilung von Neuweltkamelhaltungen. So enthalten die Leitlinien beispielsweise Empfehlungen zu Haltungsformen und Gruppenzusammensetzung, zu Gesundheitskontrollen sowie zu Rahmenbedingungen, Ausschlusskriterien und dem Mindestalter für die Nutzung der Tiere.
Kooperation mit dem Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden e.V.
Die Empfehlungen entstanden im Rahmen des Modell- und Demonstrationsvorhabens (MuD) Tierschutz, das von 2020 bis 2024 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde. Die Tierklinik für Reproduktionsmedizin der JLU hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein der Züchter, Halter und Freunde von Neuweltkameliden e.V. durchgeführt. Die Empfehlungen sind im Rahmen einer achtzehnmonatigen Projektverlängerung entstanden und stehen kostenlos zum Download auf der Projekthomepage unter www.nwk-projekt.de zur Verfügung. Die erarbeiteten Leitlinien sind weder Rechtsnormen noch Verwaltungsrichtlinien und damit nicht rechtsverbindlich.
Da sich die Leitlinien am derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand orientieren und in vielen Bereichen der Neuweltkamelhaltung und -nutzung weiterhin Forschungs- und Wissenslücken bestehen, sollen die Leitlinien fortlaufend ergänzt und überarbeitet werden. Diese Aufgabe übernimmt die Nationale Fachstelle für Neuweltkamele, die nach Abschluss des MuD-Projekts an der JLU gegründet wurde, um die bestehenden Arbeitsbereiche fortzuführen und weiter auszubauen. Dazu zählt unter anderem eine Beratungsstelle für Tierärztinnen und Tierärzte sowie für Tierhalterinnen und Tierhalter.
Kontakt
Nationale Fachstelle für Neuweltkamele
Dr. Lisa Ulrich & Dr. Henrik Wagner
Tierklinik für Reproduktionsmedizin und Neugeborenenkunde
E-Mail: fachstelle@nwk-verein.de