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Potenzial von Physician Assistants in der Rehabilitation in THM-Projekt im Fokus
Das von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland geförderte Forschungsprojekt untersucht, wie akademisch qualifizierte Fachkräfte Ärzt*innen entlasten und die Rehaversorgung in Deutschland verbessern können.

Wie können Physician Assistants die rehabilitative Versorgung in Deutschland stärken? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Team des Projekts PRO-PA: Anna Thümmler (von links), Karin Moser, Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong, Patricia Dreher und Nina Schuback. Bildnachweis: THM.
Wie können Ärztinnen und Ärzte in Rehakliniken unterstützt werden, wenn Zeit und Personal knapp sind? Zur Entlastung beitragen können Physician Assistants (PAs). Welche Aufgaben sie übernehmen können und wie die Versorgung von Patientinnen und Patienten dadurch verbessert werden kann, untersucht das Forschungsprojekt „Optimierung der qualifizierten Rehaversorgung in Deutschland durch eine effektivere Implementierung von Physician Assistants (PAs) – PRO-PA“ der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM).
Physician Assistants sind akademisch qualifizierte Fachkräfte, die Ärztinnen und Ärzte bei delegierbaren Aufgaben unterstützen. Dazu zählen etwa die Erhebung der Krankheitsgeschichte, körperliche Untersuchungen oder die Vorbereitung therapeutischer Maßnahmen. Seit 2005 gibt es das Berufsbild in Deutschland, das aufgrund des Fachkräftemangels in medizinischen Einrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnt, weiß Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong vom Fachbereich Gesundheit, die das Projekt an der THM leitet.
„Während wir inzwischen einiges über den Einsatz von PAs in Krankenhäusern wissen, ist ihre Rolle im Rehabereich kaum untersucht“, betont sie. Im Rahmen des Forschungsprojektes, das auf zwei Jahre angelegt ist, sammelt das Team Erkenntnisse, wie PAs deutschlandweit in Rehabilitationseinrichtungen eingesetzt werden und welche Aufgaben sie übernehmen. Zugleich geht es um die Fragen, welchen Mehrwert sie für Patientinnen und Patienten, Behandlungsteams und Einrichtungen bieten können und welche organisatorischen Voraussetzungen hilfreich sind, um ihren Einsatz weiter auszubauen.
„Das Projekt verfolgt einen praxisnahen Ansatz und legt besonderen Wert darauf, die tatsächlichen Arbeitsrealitäten in Rehabilitationseinrichtungen abzubilden“, betont Prof. Maulbecker-Armstrong. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, die rehabilitative Versorgung weiterzuentwickeln und zu verbessern. Gefördert wird PRO-PA von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland mit rund 330.000 Euro.
Auch für die Weiterentwicklung des Berufsbildes verspricht sich das Team neue Erkenntnisse: „PRO-PA leistet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Professionalisierung und Sichtbarkeit des Berufsbildes in Deutschland und trägt dazu bei, dessen Potenziale im Versorgungskontext besser zu verstehen und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Gleichzeitig hilft es, bestehende Wissenslücken zum Einsatz von PAs in der Rehabilitation zu schließen“, erläutert Karin Moser, ebenfalls Teil des Projektteams.
Kontakt
Technische Hochschule Mittelhessen
Prof. Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong
Fachbereich Gesundheit
E-Mail: catharina.maulbecker-armstrong@ges.thm.de