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Zehn Jahre Forschungscampus Mittelhessen: Jubiläumsfeier „From Campus to Core“
Forschungscampus Mittelhessen feierte zehnjähriges Bestehen – Festakt mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft – Impulse für die Zukunft hochschulübergreifender Verbundarbeit.

Zehn Jahre Forschungscampus Mittelhessen: Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern sowie Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft blickte der FCMH auf zehn Jahre gemeinsame Forschung, Innovation und hochschulübergreifende Zusammenarbeit zurück. Bildnachweis: Katrina Friese.
Zehn Jahre gemeinsame Forschung, Innovation und hochschulübergreifende Zusammenarbeit: Der Forschungscampus Mittelhessen (FCMH) feierte am 24. September 2026 sein zehnjähriges Bestehen. In der Aula der Justus-Liebig-Universität Gießen kamen Partnerinnen und Partner, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zusammen. Unter dem Leitmotiv „From Campus to Core“ würdigten die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die Philipps-Universität Marburg (UMR) und die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) die Entwicklung ihres gemeinsamen Verbunds und richteten zugleich den Blick auf die Zukunft.
Timon Gremmels, Hessischer Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur: „Seit zehn Jahren verbindet der Forschungscampus Mittelhessen die Kompetenzen von Universitäten und Hochschule für angewandte Wissenschaften und macht Mittelhessen damit zu einem sichtbareren und wettbewerbsfähigeren Forschungsstandort. Gerade für die Exzellenzstrategie ist diese Zusammenarbeit ein großer Gewinn: Dass die THM als assoziierte Partnerin am Verbundantrag von Gießen und Marburg beteiligt ist, ist bundesweit außergewöhnlich und für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem zukunftsweisend.“
Impulse für die Zukunft wissenschaftlicher Verbünde
Welche Rolle wissenschaftliche Verbünde künftig spielen können, stand im Mittelpunkt des Impulsvortrags von Prof. Dr. Helge Braun, Präsident der Universität zu Lübeck und Bundesminister a. D. Anhand von fünf Thesen zeigte er auf, welche Faktoren für die Zukunftsfähigkeit wissenschaftlicher Verbünde entscheidend sind – darunter eine enge Zusammenarbeit, die Bündelung gemeinsamer Stärken und eine klare strategische Ausrichtung.
Im anschließenden Podiumsgespräch „From Campus to Core: Der Blick nach vorn“ diskutierten die Hochschulleitungen der drei Verbundhochschulen, Prof. Dr. Katharina Lorenz, Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Thomas Nauss, Präsident der Philipps-Universität Marburg, und Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, sowie Dr. Iris Stallkamp und Prof. Dr. Jürgen Janek über die Grundlagen erfolgreicher Verbundarbeit und Perspektiven für die weitere Entwicklung des Forschungscampus Mittelhessen.

Das Podiumsgespräch „From Campus to Core: Der Blick nach vorn“ mit der Präsidentin und den Präsidenten der drei Verbundhochschulen. Durch den Abend führte der Wissenschaftsjournalist Dr. Jan-Martin Wiarda. Bildnachweis: Katrina Friese.
Prof. Dr. Katharina Lorenz, Präsidentin der Justus-Liebig-Universität Gießen, betont: „Exzellenz entsteht dort, wo kluge Köpfe institutionelle Grenzen hinter sich lassen. In den vergangenen zehn Jahren hat der Forschungscampus Mittelhessen gezeigt, welche Kraft in echter Partnerschaft liegt. Wir gestalten Kooperation – fächerübergreifend, praxisnah und mit substanzieller Wirkung weit über Hessen hinaus. Mit H_CORE knüpfen wir an diese Stärke an und übersetzen zehn Jahre Vertrauen weiter in strategischen Fortschritt.“
Auf die Erwartungen bei der Gründung des FCMH verwies Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen: „Bei der Gründung des FCMH habe ich gesagt: ‚Im Verbund sind wir mehr als die Summe der einzelnen Teile.‘ Zehn Jahre später können wir feststellen: Diese Erwartung hat sich erfüllt. Wer die Zusammenarbeit unserer Hochschulen heute mit der Situation im Jahr 2016 vergleicht, sieht, wie stark wir uns gemeinsam weiterentwickelt haben. Aus losen Kooperationen ist ein starkes Miteinander geworden. Dass dieses Miteinander heute selbstverständlich ist, gehört für mich zu den großen Leistungen des FCMH.“
Prof. Dr. Thomas Nauss, Präsident der Philipps-Universität Marburg, hob insbesondere den wissenschaftlichen Mehrwert der Zusammenarbeit hervor: „Der Forschungscampus macht aus den Stärken dreier Hochschulen eine gemeinsame Stärke. Über Hochschul- und Fachgrenzen hinweg entstehen so Forschungskooperationen und Strukturen, die keine Hochschule allein schaffen könnte. Genau das macht die Wissenschaftsregion Mittelhessen stark für die Zukunft.“

Für den musikalischen Rahmen der Jubiläumsfeier „From Campus to Core“ sorgten die Sängerin Tess Wiley und der Pianist Helmut Fischer. Bildnachweis: Katrina Friese.
Durch den Abend führte der Wissenschaftsjournalist Dr. Jan-Martin Wiarda. Den musikalischen Rahmen gestalteten Tess Wiley (Gesang) und Helmut Fischer (Klavier). Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Zehn Jahre Forschungscampus Mittelhessen
2016 gründeten die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg und die Technische Hochschule Mittelhessen den Forschungscampus Mittelhessen. Ziel des hochschultypübergreifenden Verbunds ist es, die wissenschaftlichen Stärken der drei Hochschulen zu bündeln, Kooperationen über Hochschul- und Fachgrenzen hinweg auszubauen und Mittelhessen als Forschungs- und Innovationsregion weiterzuentwickeln.
In den vergangenen zehn Jahren sind zahlreiche gemeinsame Projekte und dauerhafte Strukturen entstanden. Dazu zählen unter anderem das Promotionszentrum für Ingenieurwissenschaften (PZI), die Forschungsinfrastruktur-Datenbank Mittelhessen FinD Mi sowie StartMiUp, der Innovations- und Startupcampus Mittelhessen. Mit dem Projekt FCMH 2.0 wurde die Zusammenarbeit zudem gemeinsam mit vier regionalen außeruniversitären Forschungspartnern insbesondere in den Bereichen Innovation, Infrastruktur und Interaktion weiterentwickelt. Über einzelne Projekte hinaus ist eine Kooperationskultur gewachsen, in der hochschul- und einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit zunehmend selbstverständlich geworden ist.
Auch in der Spitzenforschung zeigt sich die Stärke der langjährigen Vernetzung: 2025 waren die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Philipps-Universität Marburg mit insgesamt vier Exzellenzclustern erfolgreich und bewerben sich gemeinsam im Verbund um den Titel „Exzellenzuniversität“. Der gemeinsame Antrag baut auf der langjährigen Kooperation und strategischen Vernetzung im Forschungscampus Mittelhessen auf.
Kontakt
Geschäftsstelle des Forschungscampus Mittelhessen
E-Mail: geschaeftsstelle-fcmh@fcmh.de