Aus Nepal und der Türkei nach Mittelhessen
Lerne zwei Promovierende kennen, die für ihre Ausbildung und Forschung an den FCMH gekommen sind
Eine fundierte akademische Ausbildung im Ingenieurwesen, enge Zusammenarbeit mit der Industrie und die Möglichkeit, mit führenden Experten ihres Fachgebiets zusammenzuarbeiten und von ihnen zu lernen, haben Manisha und Murat dazu bewogen, ihre Promotion am FCMH in Deutschland aufzunehmen. Trotz anfänglicher Herausforderungen wie dem Lernen der deutschen Sprache und der Sicherstellung der Projektförderung profitieren sie inzwischen von Deutschlands unterstützender und innovativer Forschungsumgebung. Erfahre mehr über ihren Weg nach Deutschland und sieh dir im Video-Interview an, was die Forschung an der THM in Prof. Boris Keils Forschungsgruppe ausmacht:

Mert Murat Kurt
Warum hast du dich entschieden, in Deutschland zu promovieren?
Nachdem ich fast fünf Jahre Berufserfahrung in der Industrie gesammelt hatte, habe ich mich entschieden, eine Promotion zu beginnen. Während meiner Tätigkeit bei Siemens Healthineers in Istanbul habe ich die deutsche Kultur und Disziplin kennengelernt und die dortige Arbeitsumgebung sehr geschätzt. Die starke akademische Basis in Ingenieurwesen und Naturwissenschaften in Deutschland sowie die enge Zusammenarbeit mit der Industrie waren entscheidende Faktoren dafür, dass ich mich für eine Promotion hier entschieden habe. Außerdem lebt mein Bruder seit einem Jahrzehnt in Deutschland und hat Automotive Engineering studiert, was ebenfalls bedeutend zu meiner Entscheidung beigetragen hat.
Welche Vorteile und Herausforderungen bringt eine Promotion in Deutschland mit sich?
Eine Promotion in Deutschland bietet eine hervorragende Forschungsinfrastruktur, enge Kooperationen mit der Industrie, finanzielle Unterstützung und ein internationales akademisches Umfeld. Allerdings erfordert sie auch eigenständiges Arbeiten, Selbstmotivation und Disziplin. Zudem kann es anfangs erforderlich sein, Deutsch zu lernen, etwa für Workshops oder Diskussionen, was eine erste Herausforderung darstellt.
Warum hast du dich speziell für eine Promotion an der Technischen Hochschule Mittelhessen entschieden?
Ich habe mich vor allem wegen meines großen Interesses an der Entwicklung von MRT-Spulen für eine Promotion an der THM entschieden, was mich zu Prof. Dr. Boris Keil führte. Als ich herausfand, dass er auf der Suche nach einem Promotionsstudenten war, ergriff ich die Chance und zog nach Deutschland. Prof. Keil hat weltweit anerkannte Beiträge zur Forschung und Entwicklung von Spulen geleistet und leitet eines der bestausgestatteten Labore in diesem Bereich mit einem hochqualifizierten Team. Nach dem Besuch des Labors und einem ausführlichen Gespräch mit ihm war ich überzeugt, dass die THM der ideale Ort für meine Promotion ist.

Manisha Shrestha
Warum hast du dich entschieden, in Deutschland zu promovieren?
Ursprünglich kam ich nach Deutschland, um meinen Bachelorabschluss zu machen, ohne dabei zunächst eine Promotion in Betracht zu ziehen. Während meines Grundstudiums hatte ich die Gelegenheit, einen Kurs in Elektronikschaltungen bei Prof. Dr. Keil zu belegen, was mir den Einstieg als studentische Hilfskraft in seiner Forschungsgruppe ermöglichte. Durch die Zusammenarbeit mit Doktoranden an verschiedenen Projekten, die sich mit dem Design und Bau von MRT-Spulenhardware beschäftigten, entwickelte ich ein tiefes Interesse an diesem Bereich. Diese Leidenschaft vertiefte ich, indem ich sowohl meine Bachelor- als auch meine Masterarbeit unter der Betreuung von Prof. Dr. Keil zum Thema MRI-Spulenforschung und -entwicklung schrieb. Am Ende meines Masterstudiums war meine Begeisterung für die Entwicklung von MRT-Hardware so groß, dass ich mich entschied, in diesem Feld an der THM zu promovieren.
Welche Vorteile und Herausforderungen bringt eine Promotion in Deutschland mit sich?
Als Doktorandin in Deutschland ist einer der größten Vorteile die Freiheit, meinen Forschungsinteressen eigenständig nachgehen zu können. Ich habe die Möglichkeit, unabhängig an meinem Projekt zu arbeiten und dabei von modern ausgestatteten Laboren und exzellenten Forschungseinrichtungen zu profitieren. Deutschland bietet zudem Weltklasse-Universitäten und Forschungseinrichtungen, die starke Netzwerk- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Forschungsgruppen fördern. Eine der Herausforderungen, denen ich mich gestellt habe, war jedoch die Beschaffung von Fördermitteln für die Dauer meiner Promotion, da die finanzielle Unterstützung begrenzt und umkämpft sein kann.
Warum hast du dich speziell für eine Promotion an der THM entschieden?
Mein großes Interesse an der Entwicklung von MRT-Hardware hat mich motiviert, meine Forschung an der THM fortzusetzen. Die Möglichkeit, unter der Anleitung von Prof. Dr. Boris Keil und in seiner Forschungsgruppe zu arbeiten, bietet mir das ideale Umfeld, um mein Fachwissen zu vertiefen und einen bedeutenden Beitrag in diesem Bereich zu leisten.