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Tag der offenen Tür: Klimafolgenforschungsstation in Linden und Liebig Centre der JLU
Prof. Christoph Müller
Den Klimawandel und seine Folgen auf dem Versuchsfeld erleben: Am 26. Juni 2026 öffnen das Liebig Centre und die Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden – zwei Einrichtungen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Kooperationspartner – ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Zwischen 11 und 16 Uhr werden Führungen in kleinen Gruppen angeboten und aktuelle Informationen zum Klimawandel und seinen Folgen präsentiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Pflanzenökologie, des Liebig Centres der JLU, des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sowie der Philipps-Universität Marburg (UMR) werden anschaulich die Ergebnisse jahrzehntelanger Untersuchungen präsentieren.
Wie reagieren Grünlandpflanzen auf erhöhte CO2-Konzentration und welchen Einfluss haben zunehmende Wetterextreme dabei? Wieviel Treibhausgase wird das Grünland nach den Berechnungen in Zukunft ausstoßen? Wie können Insektenschädlinge wirksam ohne Pestizide bekämpft werden? Am Tag der offenen Tür werden Ergebnisse aus 30 Jahren Klimafolgenforschung auch für interessierte Laien erfahrbar.
Das HLNUG öffnet seine Luftmessstation; ein Experte erklärt Funktion sowie Ergebnisse der Luftqualitätsmessungen. Klimatologen der UMR öffnen ihre Atmosphären-Messstation und informieren über die Luft-Schichtung und Wolkenbildung.
Für die Gäste bietet sich außerdem eine gute Gelegenheit, das kürzlich neu gegründete Liebig Centre (Centre for Agroecology and Climate Impact Research) kennenzulernen, ein Zentrum der Vereinten Nationen für Agrarökologie und Klimafolgenforschung unter JLU-Federführung, das auf einem breiten internationalen Netzwerk aufbaut. Beteiligt sind neben dem Institut für Pflanzenökologie (Leitung: Prof. Dr. Christoph Müller) auch das Institut für Insektenbiotechnologie (Leitung: Prof. Dr. Marc Schetelig) der JLU sowie u. a. das HLNUG.
Die jungen Gäste können im Rahmen der Veranstaltung ihr Wissen bei einem Klimaquiz beweisen.
Forschungsschwerpunkt "Agroökosysteme, mikrobielle Ressourcen und Klimaresilienz"
Im Schwerpunkt „Agroökosysteme, mikrobielle Ressourcen und Klimaresilienz“ stehen Mikroorganismen und Ökosysteme im Zentrum der Forschung zu globalen biogeochemischen Kreisläufen und deren Einfluss auf Klima, Landwirtschaft und Biodiversität. Interdisziplinäre Forschungsteams untersuchen, wie Mikroben CO₂ umwandeln, Ökosysteme resilient machen und innovative Lösungen für Klimawandel und nachhaltige Agrarsysteme liefern, um die Balance zwischen Umwelt, Produktivität und globaler Gesundheit zu fördern.