Wie interdisziplinäre und hochschulübergreifende Teams mehr erreichen
Wir alle wissen: Innovative Ideen entstehen dort, wo Disziplinen aufeinandertreffen, gewohnte Wege verlassen werden und neue Perspektiven erkundet werden. Doch selten sind die notwendigen Ressourcen sofort verfügbar. Mit seinen „Experimentierräumen“ unterstützt der FCMH herausragende Forscher*innen dabei, hoch innovative, hochschulübergreifende Projekte zu entwickeln, die Expertise aus verschiedenen Disziplinen, Einrichtungen und Hochschultypen vereinen – um so die zentralen Herausforderungen unserer Zeit optimal zu adressieren.
Das Programm ermöglicht Forscher*innen der FCMH-Hochschulen die notige Unterstützung, um neue Forschungsansätze zu testen, Machbarkeit zu explorieren und Erfahrung mit neuartigen Methoden und Geräten zu sammeln. Durch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den FCMH-Partnerhochschulen stärken die Experimentierräume den interdisziplinären Austausch, ermöglichen die Entstehung neuer Forschungsnetzwerke und schaffen fruchtbaren Boden für zukunftsweisende, kreative Forschung.
Das Projekt EPIC-CAM – Ein herausragendes Beispiel für Zusammenarbeit am FCMH
Als eines der jüngsten Projekte, das im „Experimentierräume“-Programm gefördert wird, dient EPIC-CAM (kurz für: 3R-konformes CAM-Modell zur Untersuchung der Wirkung des Epigenom-Wirkstoffs Guadecitabin) nicht nur als Grundlage für bahnbrechende neue Forschung – es ist gleichzeitig ein zentrales Beispiel für interdisziplinäre und hochschulübergreifende Zusammenarbeit.
Das Projekt vereint eine breite Palette an Fachgebieten, Methodiken und Expertise aus allen drei Universitäten des FCMH und bildet damit das ideale Partnernetzwerk für die vorliegende Herausforderung.
Bildnachweis: Antje Richter & Cornelia Sigges
Im Rahmen des EPIC-CAM-Projekts entwickeln wir ein neues Verfahren zur Untersuchung epigenetischer Mechanismen in Nierenzellkarzinomen, indem wir ein In-Ovo-Tumormodell mit hochauflösender DNA-Methylisationsanalyse kombinieren. Gefördert wird die Forschung durch enge Zusammenarbeit von Wissenschaftler:innen der drei Hochschulen des Forschungscampus Mittelhessen, die über Disziplinen hinweg gemeinsam forschen.
Dr. Antje M. Richter an der Justus-Liebig-Universität Gießen führt die epigenetischen Analysen und die experimentelle Validierung durch. Prof. Dr. Cornelia Sigges an der Technischen Hochschule Mittelhessen ist für die bioinformatische Analyse verantwortlich. Die In-Ovo-Experimente werden unter der Leitung von PD Dr. Jarmila Jedelská an der Philipps-Universität Marburg durchgeführt, wo pharmazeutische Technologie und bildgestützte Beurteilung des Tumorwachstums zusammenkommen. "Das Projekt bindet aktiv auch Nachwuchswissenschaftler:innen aller drei Universitäten ein, um die forschungsorientierte Lehre zu stärken und praxisnahes Training in interdisziplinärer Umgebung anzubieten." Für die am Projekt beteiligten Forscher:innen ist die Mittelverwendung gut angelegt und die Richtung klar:
Bildnachweis: Antje Richter
Gemeinsam arbeiten wir an einer skalierbaren Plattform, die aufzeigt, wie epigenetische Veränderungen in Tumorzellen analysiert werden können. Die im Rahmen von EPIC-CAM entwickelten Werkzeuge und Datensätze werden unsere zukünftige Drittmittelakquise unterstützen. Sie helfen uns, unsere Zusammenarbeit auf weitere Tumormodelle und zusätzliche Omics-Technologien auszuweiten.